Als Journalist Inhalte über Social Media verbreiten

Es gibt zwar gute Gründe dagegen, als Privatperson Soziale Medien zu nutzen oder ein Blog zu führen. Immerhin ermöglicht jedes kleine Stück Information Rückschlüsse auf einen selbst, von denen man nicht wissen kann, wie sie sich im Laufe (ganzen) Lebens einmal auswirken werden. Wer Soziale Netzwerke strikt meidet und kein Blog führt, den werde ich nicht für verrückt erklären.

Wer jedoch als Medienprofi Inhalte erstellt, die mit dem eigenen Namen veröffentlicht werden, sollte unbedingt aktiv Social Media nutzen. Sich zu verstecken, ist ja sowieso nicht möglich. Also sollten die enormen Vorteile des heutigen Internets auch genutzt werden! Abgesehen davon, dass es generell von Vorteil ist, wenn die eigenen Inhalte ein größeres Publikum finden, kann man auf diese Weise (für künftige Auftraggeber bzw. Arbeitgeber) sein Profil schärfen bzw. sein Können demonstrieren.

Gut jeder vierte hauptberufliche Journalist verzichtet allerdings komplett auf diese Gelegenheit, ergibt sich aus einer vom BITKOM beauftragten Studie. In einer Pressemitteilung schreibt der Verband:

>>Gut drei Viertel (79 Prozent) aller hauptberuflichen Journalisten in Deutschland verbreiten eigene journalistische Inhalte in sozialen Netzwerken oder Blogs. Das hat eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von ResponseSource ergeben, bei der 1.344 Journalisten befragt wurden. Danach veröffentlicht fast die Hälfte (49 Prozent) der befragten Journalisten die eigenen Texte, Videos oder Hörfunkbeiträge regelmäßig (immer/häufig) in sozialen Medien und nahezu ein Drittel (30 Prozent) unregelmäßig (gelegentlich/selten). „Soziale Netzwerke und Blogs haben sich zu einem zentralen Instrument für die Verbreitung journalistischer Inhalte im Netz entwickelt“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Laut Umfrage publizieren 63 Prozent der befragten Journalisten ihre Arbeitsergebnisse bei Facebook, davon 32 Prozent regelmäßig. Fast die Hälfte (49 Prozent) veröffentlicht eigene Inhalte in Blogs oder Foren, allerdings nur 15 Prozent regelmäßig. 45 Prozent der Befragten verbreiten ihre Erzeugnisse über Twitter (23 Prozent regelmäßig) und 37 Prozent über Google+ (15 Prozent regelmäßig). Ebenfalls 37 Prozent veröffentlichen in dem beruflichen Netzwerk Xing, davon 8 Prozent regelmäßig. 22 Prozent nutzen Linkedin (3 Prozent regelmäßig).

Jüngere Journalisten nutzen soziale Netzwerke und Blogs etwas häufiger als Medium zur Verbreitung von Inhalten als ihre älteren Kollegen. Allerdings sind die Unterschiede nicht gravierend. 87 Prozent der unter 35-Jährigen verföffentlichen ihre journalistischen Erzeugnisse in sozialen Medien, in der Altersgruppe von 35 bis 45 Jahre sind es 85 Prozent. Nur geringfügig unter dem Durchschnitt liegen die 46- bis 55-Jährigen mit 76 Prozent. Und auch in der Altersklasse zwischen 55 und 65 Jahren publizieren 75 Prozent ihre Inhalte in den sozialen Medien.<<

 

Über den Autor

Oliver Springer
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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