Viber im Test

Was SMS-Alternativen angeht, gehört Viber in Deutschland zu den relativ gut bekannten IP-Messengern. Die Android-Version der kostenlosen Kommunikations-App findet Ihr im Google Play Store.

Der erste Minuspunkt der App fiel uns bereits vor der Installation auf: Viber verlangt sehr viele Berechtigungen. Eine Kommunikations-App, die mehr als nur ein Ersatz für SMS sein möchte, benötigt natürlich gewisse Zugriffsrechte, aber Viber ist uns doch etwas zu neugierig. Die umfangreichen Zugriffsrechte dürften einige Interessenten abschrecken.

Benutzeroberfläche und Bedienung
Die Benutzeroberfläche von Viber glänzte vor Schlichtheit und Übersichtlichkeit. Beim ersten Start im Test wurden wir zur Eingabe unserer Mobilfunknummer und E-Mail-Adresse aufgefordert, die wir sogleich eintippten, und keine zehn Sekunden später erhielten wir eine SMS-Nachricht mit einem vierstelligen Aktivierungscode.

Screenshot: Viber - Start

Screenshot: Viber – Start

Nach der Eingabe des Codes war unser Account freigeschaltet und wir konnten mit dem Chat beginnen, zumindest theoretisch, denn bevor ein Onlinegespräch starten konnte, mussten wir Kontakte einladen. Normalerweise würde die App auf das Adressbuch zugreifen, aber aus irgendeinen Grund konnten wir die Kontakte nicht in Viber übernehmen. Das uns mit Blick auf unsere Privatsphäre zwar recht, aber gedacht war das von den Entwicklern natürlich anders.

Screenshot: Viber - Tastenfeld

Screenshot: Viber – Tastenfeld

Als wir m Test endlich mit dem Chat beginnen konnten, zeigten sich die Vorteile der klaren Struktur der Viber-App. Die Gesprächspartner werden abwechselnd links und rechts angezeigt. Je nachdem, wer gerade geschrieben hat, erscheint eine Sprechblase mit dem Geschriebenen im Chatfenster. Der Hintergrund konnte durch einen Klick auf das obige „Bearbeiten“-Symbol geändert werden, indem ein Bild aus dem Fotoarchiv unseres Testgerätes als Hintergrundbild gewählt wurde.

Screenshot: Viber - Unterhaltung

Screenshot: Viber – Unterhaltung

Das eigene Profil kann man jederzeit ändern, und es gibt die Möglichkeit, sein Benutzerkonto zu löschen oder zu deaktivieren. Die Option „Einstellungen“ erlaubt es, zahlreiche Funktionen der App abzuwählen oder zu aktivieren.

Generell gestaltet sich das Hinzufügen neuer Kontakte in Viber nicht so leicht wie beim Marktführer WhatsApp, aber daran können sich Anwender sicher nach einer gewissen Weile gewöhnen. Als sehr negativ stufen wir die Zahl der Berechtigungen ein, die Viber einfordert.

Screenshot: Viber - Profil

Screenshot: Viber – Profil

Gut: Im Gegensatz zu WhatsApp gibt es auch eine Windows-Version für Viber, sodass man auch mit seinen Freunden chatten kann, die kein Smartphone besitzen aber Viber auf ihren PC installiert haben.

Fazit im Test von Viber
Das Fazit unseres Test von Viber fällt zwar zum Großteil positiv aus. Wir warnen allerdings davor, leichtfertig Apps wie diese zu installieren, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob man Apps so weitreichende Befugnisse einräumen möchte. Wie weit man hier gehen möchte, sollte man sich einmal ganz grundsätzlich überlegen. Die App Viber steht im Google Play-Store zum Download bereit.

Über den Autor

Oliver Springer
Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Urban Music Website rap2soul.de.

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